15.12.2011 RSS Feed

Antibiotikamonitoring im QS-System

 

Wie ein Antibiotikamonitoring im Rahmen des QS-Systems praktikabel umgesetzt werden kann, darüber berieten die Mitglieder des QS-Fachbeirats Geflügel am 14.12.2011 und bereits einen Tag früher die Mitglieder des QS-Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch jeweils in einer Sondersitzung.

Das geplante Programm zur Erfassung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung soll möglichen Handlungsbedarf in den landwirtschaftlichen Betrieben deutlich machen und Landwirte sowie Tierärzte gleichermaßen einbinden. Letztlich soll das Monitoring in eine Minimierungsstrategie münden. Dass Handlungsbedarf für eine überbetriebliche Datenerfassung besteht, haben die Beteiligten aller Systemstufen in den Diskussionen nochmals bekräftigt. Dennoch dürften Antibiotika nicht generell verurteilt werden: Sie sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Ein wesentlicher Baustein des Antibiotikamonitorings wird eine zentrale Datenbank sein, in der Daten zur Tierhaltung, wie beispielsweise die Zahl der behandelten Tiere sowie die Antibiotikagaben gespeichert werden. Basierend auf den Datenbankauswertungen soll dem Einzelbetrieb eine Vergleichsmöglichkeit geboten werden und im Bedarfsfall werden Maßnahmen zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes auf den Betrieben eingeleitet. Eine ähnliche Datenbank nutzt QS beispielsweise für das Salmonellenmonitoring. Dieses Monitoring-Programm verbucht bereits Erfolge: Die Zahl der Kategorie III-Betriebe (mit hohem Salmonellenrisiko) ist seit Einführung des Programms deutlich gesunken.

 


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