Salmonellenmonitoring
Das QS-Salmonellenmonitoring dient dem Zweck, das Risiko des Salmonelleneintrages in die Fleischproduktionskette durch infizierte oder kontaminierte Tiere zu senken, mögliche Eintragsquellen auf den QS-Mastbetrieben zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen zu beseitigen.
QS Führt ein Salmonellenmonitpring sowohl bei Schweinen als auch bei Geflügel durch. Die Beprobung auf Salmonellen erfolgt im Schlachtbetrieb (Fleischsaftproben) oder im Schweinemastbetrieb (Blutprobenentnahme durch den Tierarzt). Die Proben werden in QS-anerkannten Laboren auf das Vorhandensein auf Salmonellenantikörper untersucht. Die Ergebnisse werden in der zentralen QS-Salmonellendatenbank erfasst und ausgewertet.
Nach der Zahl der positiven Untersuchungsergebnisse wird die Einstufung des Schweinemastbetriebes in Salmonellenkategorien I (geringes Risiko), II (mittleres Risiko) oder III (hohes Risiko) vorgenommen.
Für die vollständige und gleichmäßige Beprobung der Schweinemastbetriebe rufen die Probenehmer den Probenplan aus der QS-Salmonellendatenbank ab, der für jede Schweinelieferung betriebsindividuell errechnet wird. Die Kategorisierung der Schweinebestände dient als Instrument für die Durchführung von gezielten Maßnahmen im Schlachtbetrieb und insbesondere in der landwirtschaftlichen Erzeugerstufe. Bis heute sind 93% der kategorisierungspflichtigen Betriebe im QS-System kategorisiert.
Schweinemastbetriebe, die in die Kategorie III eingestuft wurden, sind verpflichtet, in Abstimmung mit dem Hoftierarzt Salmonelleneintragsquellen zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Salmonellenreduzierung im Betrieb vorzunehmen. Dazu zählt die Reinigung und Desinfektion leerer Stallabteile genauso wie eine regelmäßige Schädlingsbekämpfung.
Betriebe, in denen vorübergehend keine Mastschweine gehalten werden und keine Beprobungen für das Salmonellenmonitoring möglich sind, können Leerstandszeiten über den Bündler in die Salmonellendatenbank eingeben. Diese werden im Anschluss bei der Kategorisierung und der Berechnung des Beprobungsplans berücksichtigt.
Zur Unterstützung der Tierärzte und Landwirte hat QS die Salmonellendatenbank um ein Beratungsmodul erweitert. Mit dem Beratungsmodul können Schweinemastbetriebe systematisch auf Schwachstellen untersucht, Maßnahmen festgelegt und die Entwicklung des Betriebes verfolgt werden.
Salmonellenmonitoring für die Geflügelfleischprodukte:
Die Beprobung auf Salmonellen erfolgt direkt auf den geflügelhaltenden Betrieben. Die Küken- oder Jungtiere werden bei der Einstallung und kurz vor der Schlachtung auf Salmonellen untersucht. Wenn bei der Untersuchung Salmonellen nachgewiesen werden, ist der Geflügelhalter aufgefordert, geeignete Maßnahmen einzuleiten, um eine Salmonellenverbreitung im landwirtschaftlichen Betrieb zu vermeiden. Der Schlachtbetrieb wird über die Untersuchungsergebnisse informiert und stellt sicher, dass durch spezifische Maßnahmen Kreuzkontaminationen im Schlachtprozess vermieden werden. Ebenfalls untersuchen Legehennenhalter die Tiere regelmäßig auf Salmonellen, um eine mögliche Belastung der Eier rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Positive Untersuchungsergebnisse sind jeweils mit dem verantwortlichen Hoftierarzt aufzunehmen. Gemeinsam werden individuell für jeden Betrieb Maßnahmen zur Salmonellenreduzierung abgestimmt und umgesetzt.
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