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Der Weg bis zur Gründung von QS

Schon Anfang der 90er Jahre sind die deutschen Verbraucher verunsichert. Themen wie der unerlaubte Einsatz von Hormonen bei der Kälbermast, Schweinepest und Massentierhaltung aber auch die Kritik an den Hygienestandards bestimmen die Diskussion. Die Wirtschaft ist bemüht das Vertrauen der Verbraucher in die Fleischerzeugung zurück zu gewinnen:

  • 1990 führt die CMA das Prüfsiegel Deutsches Qualitätsfleisch aus kontrollierter Aufzucht ein, mit dem eine durchgängige Kontrolle des Herstellungsprozesses und die lückenlose Rückverfolgbarkeit eines Produktes zertifiziert wird.
  • 1994 verpflichten sich Vertreter der Fleischbranche mit Unterzeichnung der Frankfurter Deklaration zur Einhaltung eines Mindeststandards für die Qualität der Fleischversorgung.
  • 1999 veröffentlicht die Verarbeitungsindustrie im Hertener Aufruf ihre Anforderungen an die Qualitäts- und Herkunftssicherung der benötigten Rohwaren.

Doch erst die BSE-Krise und deren wirtschaftliche Dimensionen schaffen die Bereitschaft zur intensiveren Zusammenarbeit aller Produktionsstufen auf breiter Basis. Ziel ist es, ein umfassendes Kontrollkonzept über alle Stufen der Fleischproduktion hinweg zu entwickeln. Klare Herstellungsprinzipien und ein transparenter Produktionsprozess sollen Vertrauen schaffen.

Ende 2000 bilden sich zunächst verschiedene Initiativen zur Entwicklung eines stufenübergreifenden Qualitätssicherungskonzeptes für Fleisch und Fleischwaren. Im Juni 2001 wird mit der Qualitätspartnerschaft Fleisch (QPF) die Vorgängergesellschaft der QS Qualität und Sicherheit GmbH gegründet. Beteiligt sind zunächst nur Handel und Fleischwarenindustrie. Im Juli 2001 erklären sich auch Land- und Futtermittelwirtschaft zur Teilnahme bereit.


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