QS-Audit

In neutralen Audits überprüfen QS-zugelassene Zertifizierungsstellen die Umsetzung und Einhaltung der stufenspezifischen QS-Kriterien. Das Auditergebnis wird über eine Prüfkennziffer (PKZ) dargestellt. Anhand des Auditergebnisses erfolgt die Einstufung des Betriebs in einen QS-Status. Aus der Einstufung des Betriebs wird die Zertifikatslaufzeit, also der Zeitraum bis zum nächsten Audit ermittelt (vgl. Tabelle). Bei einem Auditintervall von zwei Jahren kann das Folgeaudit bis zu sechs Monaten vor dem eigentlichen Fälligkeitsdatum durchgeführt werden. Bei einem Auditintervall von einem Jahr oder weniger ist das Folgeaudit zum Fälligkeitsdatum durchzuführen. In begründeten Fällen hat die Zertifizierungsstelle die Möglichkeit, die Laufzeit eines Zertifikats und damit die Lieferberechtigung eines Systempartners im QS-System um bis zu drei Monate zu verlängern.

Tabelle: Auditintervalle in den einzelnen Prüfstufen in Abhängigkeit vom Status

Prüfstufe
QS-Status

Landwirtschaft/ Erzeugung, Tiertransport- unternehmen

Futtermittel, Bündler Landwirtschaft/ Erzeugung, Schlachtung/ Zerlegung, Verarbeitung, Fleischgroßhandel, LEH (nicht gebündelt), Großhandel
Obst und Gemüse

Fleischerhandwerk

I

3 Jahre

2 Jahre

1 Jahr

II

2 Jahre

1 Jahr

9 Monate

III

1 Jahr

6 Monate

6 Monate

1 Davon abweichend können andere Vorgaben gelten, wenn internationale Vereinbarungen geschlossen wurden.

Verstöße gegen die Auflagen des QS-Systems können bei einem zugelassenen QS-Betrieb zu Sanktionen führen. Dabei entscheidet der von den QS-Gesellschaftern, ernannte QS-Sanktionsbeirat je nach Schwere des Verstoßes über die entsprechenden Maßnahmen. Diese reichen von Nachaudits und eine erhöhte Prüfhäufigkeit, über Abmahnungen, bis hin zu Vertragsstrafen und dem Ausschluss vom QS-System.

Dokumente zum Download

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IFS - International|Food Standard

Der Standard IFS Food wurde 2002 auf Initiative des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) speziell für die Lebensmittelindustrie gegründet. Sein Ziel ist es die Produktsicherheit aller relevanten Eigenmarken des Einzelhandels sicherzustellen. Dafür wurden vom HDE, der französischen Fédération des entreprises du Commerce et de la Distribution (FCD) und den italienischen Gegenparts COOP, CONAD und Federdistribuzione umfangreiche Forderungen an die Prozessorganisation und das Prozessmanagement der Lieferanten von Eigenmarken aufgestellt. Am 1. Januar 2008 ist die aktuell gültige Version 5 des IFS-Standards in Kraft getreten.