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Bienenschutz: Änderungen bei Pflanzenschutzmitteln

Pflanzenschutz

Die EU-Kommission hat die Verwendungszwecke der drei neonicotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt, teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. Die Wirkstoffe stehen unter dem Verdacht, für Bienen gefährlich zu sein.

Ab dem 1. Oktober 2013 ruhen deshalb die Zulassungen für bestimmte Pflanzenschutzmittel, die zur Saatgutbehandlung von Raps vorgesehen sind, sowie für Mittel des Haus- und Kleingartenbereichs, so das BVL weiter.

Unverändert blieben die Zulassungen für Mittel zur Saatgutbehandlung von Futterrüben, Zuckerrüben, Kartoffeln und Gemüsesaaten. Für die Anwendung der Mittel Actara, Dantop, Warrant 700 WG und Confidor WG 700, die für den Einsatz in Kartoffeln und verschiedenen Obst- und Gemüsekulturen zugelassen sind, hat das BVL zusätzliche Anwendungsbestimmungen festgelegt. So dürfen Landwirte für Kartoffen die zugelassenen Mittel nur noch anwenden, wenn sichergestellt ist, dass Bienen die Pflanzen nicht aufgrund eines erhöhten Blattlausbefalls als Honigtauquelle nutzen.

Entgegen der normalerweise geltenden Fristen (Abverkaufsfrist 6 Monate; Aufbrauchsfrist 18 Monate ab Zulassungsende) sind die Abverkaufs- und Aufbrauchfristen auf den 30. November 2013 verkürzt worden.

Zusätzlich verbietet die Durchführungsverordnung ab dem 1. Dezember 2013 auch die Verwendung und das Inverkehrbringen einer Reihe von Saatgutarten, die mit Clothianidin, Thiamethoxam oder Imidacloprid behandelt wurden. Ausgenommen ist Saatgut, das in Gewächshäusern verwendet wird.

Geregelt wird die Anwendung der drei Wirkstoffe in der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011. Anhang I der Verordnung enthält eine Auflistung für welche Kulturen bestimmte Anwendungsbeschränkungen vorliegen. Der Anhang II benennt das betreffende Saatgut, das mit Clothianidin, Thiamethoxam oder Imidacloprid enthaltenden Pflanzenschutzmitteln behandelt wird und dessen Anwendung und Inverkehrbringen verboten ist.

Die genauen Details der jetzt geänderten Bestimmungen finden Sie auf der Homepage des BVL: Änderungen bei Pflanzenschutzmitteln mit neonicotinoiden Wirkstoffen


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