13.07.2012rss_feed

Vorläufiger Rückstandshöchstgehalt für DDAC festgelegt

Für das Desinfektionsmittel Didecyldimethylammoniumclorid (DDAC) wurde ein vorläufiger Rückstandshöchstgehalt festgelegt. Darauf einigte sich nach Angaben des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) der Ausschuss des Standing Committee of the Food Chain and Animal Health auf seiner heutigen Sitzung in Brüssel. Hierzu wurden Leitlinien verabschiedet, die festlegen, dass Lebens- und Futtermittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs mit einem Gehalt an DDAC über 0,5 mg/kg als nicht mehr verkehrsfähig gelten. Dies gilt sowohl für inländische als auch für ausländische Produkte. Die Mitgliedsstaaten sollen mit einer Datenerhebung die Ursachen für Kontaminationen mit DDAC in Lebens- und Futtermitteln feststellen. In einem dafür aufgelegten Monitoringprogramm sollen bis Ende Februar 2013 bis zu 2000 Ergebnisse erfassen werden. Diese Ergebnisse sollen für die endgültige Regelung in der VO 396/2005 herangezogen werden.  

Bislang lag der gesetzliche Höchstgehalt für DDAC bei 0,01 mg/kg – dem sogenannten unteren Auffangwert. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen Wert, der laut EU-Verordnung (EG) Nr. 396/2005 für alle Wirkstoff-Produkt Kombinationen gilt, für die noch kein spezifischer Rückstandshöchstgehalt errechnet wurde. Eine solche spezielle Risikoeinschätzung ging der jetzt vorgenommenen vorläufigen Anhebung des RHG voran. Auslöser waren die zuletzt festgestellten Überschreitungen des RHG in Obst- und Gemüseerzeugnissen und Kräutern aus biologischem und konventionellem Anbau.

Am 9. Juli 2012 hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Risikobewertung vorgelegt und bestätigt, dass von den aktuell berichteten Überschreitungen keine direkte Gesundheitsgefahr ausgeht. Als Grundlage für die Risikoeinschätzung hatte QS mehr als 800 Analyseergebnisse von Systempartnern zu DDAC zusammengestellt und in anonymisierter Form dem BVL und dem BfR übergeben.


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