16.04.2013rss_feed

Strafgelder aus dem QS-System fließen in die Forschung

QS-Wissenschaftsfonds fördert Forschungsprojekte zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes und zum Verzicht auf Ferkelkastration

Der neu gegründete QS-Wissenschaftsfonds fördert Wissenschafts- und Forschungsprojekte in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Er speist sich aus Vertragsstrafen, die Systempartner bei Verstößen gegen die QS-Anforderun-gen zahlen müssen. 111.000 Euro vergab der QS-Fonds 2013 bislang. Die geförderten Projekte beschäftigen sich mit der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes, Alternativen zur Ferkelkastration und mit der Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette.

Die geförderten Projekte sollen einen Nutzen für die gesamte Wertschöpfungskette bringen. Die Ergebnisse werden zudem öffentlich zugänglich gemacht. Der QS-Wissenschaftsfonds wurde von den Gesellschaftern der QS Qualität und Sicherheit GmbH gegründet. Er verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Dies geschieht insbesondere durch die Kofinanzierung von Forschungsprojekten, die Vergabe von Forschungsaufträgen und die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen. Die Entscheidung über die Vergabe von Mitteln trifft ein eigens eingerichteter Vorstand unter Vorsitz von Prof. Dr. Reiner Doluschitz.

Die Mittel kommen aus den Erlösen der Vertragsstrafen. Diese werden verhängt, wenn Systempartner gegen die Anforderungen des QS-Systems verstoßen. Für die Ahndung der Verstöße ist ein unabhängiger Sanktionsbeirat zuständig. Je nach Schwere des Verstoßes kann er neben finanziellen Vertragsstrafen auch Abmahnungen aussprechen oder vermehrte Kontrollen sowie den zeitweiligen bis dauerhaften Ausschluss aus dem QS-System anordnen. In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt 506 Sanktionsverfahren in der Systemkette Fleisch und Fleischwaren durchgeführt. In 346 Fällen wurden Vertragsstrafen in Höhe von insgesamt 203.400 Euro verhängt, die jetzt der Forschung und Entwicklung zu Lebensmittelsicherheit, Qualitätssicherung und Tierschutz zugutekommen.


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