Verdacht auf Abfallstoffe in Futtermitteln (2019055)

Der Spiegel berichtet über den Verdacht gegen einen niederländischen futtermittelhersteller, der Abfallstoffe in futtermittel eingemischt haben soll

28.05.2019 11:45

QS veröffentlicht folgende News auf der Webseite:

Verdacht auf Abfallstoffe in Futtermitteln – QS entzieht Lieferberechtigung für niederländisches Unternehmen

Das Futtermittelunternehmen Fourage-Weihandel Toontje Hendriks BV aus den Niederlanden steht im Verdacht, Abfallstoffe in Futtermittel eingemischt zu haben. Bereits in der vergangenen Woche hat QS seine Systempartner aus der Futtermittelwirtschaft über diesen Vorfall informiert und um erhöhte Aufmerksamkeit und die Einleitung von Maßnahmen gebeten, sollte vom beschuldigten Unternehmen Handelsware bezogen worden sein.

Das Unternehmen war nach dem FSA Standard von GMP+ Int. zertifiziert und für den Futtermittelhandel und den Transport von QS anerkannt. Für die Herstellung von Einzelfuttermitteln besaß die Fourage-Weihandel Toontje Hendriks BV bereits seit dem 31.12.2017 für QS keine Zulassung mehr.

Nach dem von QS vorgenommenen Entzug der Lieferberechtigung für die Produktionsarten Handel und Straßentransport, ist das Unternehmen im QS-System für keine Produktionsart mehr lieferberechtigt. Auch GMP+ Int. hat dem Futtermittelunternehmen sämtliche Zertifikate entzogen. Seitens der niederländischen Behörden wurden mittlerweile gegen das Unternehmen aus Baarle-Nassau Ermittlungen eingeleitet und der Firmensitz gesperrt.

27.05.2019 09:45

GMP+ Int. hat dem Unternehmen das Zertifikat entzogen und seine Mitglieder über den Fall informiert.

Aufgrund des Zertifikatentzugs bei GMP Int. hat QS dem Unternehmen heute ebenfalls die Lieferberechtigung für die Produktionsarten Handel und Straßentranpsort entzogen.

Das Unternehmen hat nun für keine Produktionsart mehr eine Lieferberechtigung bei QS.

22.05.2019 17:22

QS hat die Systempartner der Futtermittelwirtschaft (Händler und Mischfutterhersteller) sowie die landwirtschaftlichen Bündler mit einem Rundschreiben informiert:

Ein niederländisches Unternehmen steht im Verdacht, Abfallstoffe in Futtermittel eingemischt zu haben. Nach Angaben der niederländischen Medien soll es sich um die Fourage-Weihandel Toontje Hendriks BV, Oordeelsestraat 13, BAARLE-NASSAU handeln. Gegen die Verantwortlichen des Unternehmens sollen Ermittlungen eingeleitet worden sein.

Für den Fall, dass Sie Handelsware von diesem Unternehmen bezogen haben, bitten wir Sie um erhöhte Aufmerksamkeit und die Einleitung geeigneter Maßnahmen.

Bitte beachten Sie, dass das Unternehmen für die Herstellung von Einzelfuttermitteln derzeit keine Lieferberechtigung im QS-System hat.

22.05.2019 13:17

Auch die niederländischen Medien berichten unter

www.omroepbrabant.nl/nieuws/3001556/Inval-bij-veevoederbedrijf-in-Baarle-Nassau-dieren-werden-ziek-van-afvalwater-in-veevoer

über diesen Fall. Nach deren Angaben soll es sich bei dem in Verdacht stehenden Unternehmen um die Fourage-Weihandel Toontje Hendriks BV, Oordeelsestraat 13, BAARLE-NASSAU handeln.

Nach Erkenntnissen von QS hat der Betrieb aktuell eine gültige GMP+-Zertifizierung für Einzelfuttermittelherstellung, Handel und Transport. Bei QS hat er derzeit nur eine Lieferberechtigung für Handel und Transport, NICHT aber für die Einzelfuttermittelherstellung.

 

22.05.2019 10:36

Spiegel online berichtet, dass ein niederländischer Futtermittelhersteller im Verdacht steht, Abfallstoffe in Futtermittel für Schweine eingemischt zu haben:

 

Futtermittelhersteller soll Abfallstoffe untergemischt haben

Ein niederländischer Futtermittelhersteller soll Abwasser unter Schweinefutter gemischt haben. Nach einer Razzia ist die Produktion des Unternehmens stillgelegt worden.

Ein Futtermittelhersteller in den Niederlanden ist in Verdacht geraten, Abfallstoffe unter Viehfutter gemischt und Hygieneregeln missachtet zu haben. Nach einer Razzia am Dienstag sei die Produktion in dem Unternehmen in der Nähe von Tilburg stillgelegt worden, teilte die Polizei mit.

Die Firma stehe in Verdacht, Abfall und Futtermittel ungenügend voneinander getrennt zu haben und ihre Erzeugnisse als zertifizierte Qualitätsprodukte verkauft zu haben. Zur Abschöpfung des illegalen Gewinns wurde das Vermögen des Hauptverdächtigen nach der Durchsuchung seiner Wohnung in Belgien beschlagnahmt. An den Ermittlungen ist auch die belgische Polizei beteiligt.

Wie der Regionalsender Omroep Brabant unter Verweis auf einen Polizeisprecher berichtete, soll das Unternehmen im Grenzort BaarleNassau vorsätzlich Abwasser unter flüssiges Schweinefutter gemischt haben, wodurch die Tiere krank geworden seien. Es gebe aber keine Hinweise auf eine Gesundheitsgefahr für den Menschen.

Das Brabants Dagblad verwies darauf, dass dasselbe Unternehmen 2004 bereits in einen Milchskandal verwickelt war. Mit Antibiotika belastete Milch aus Belgien, die damals eigentlich vernichtet werden sollte, wurde von der Firma zu Milchpulver verarbeitet und als Grundstoff für Tierfutter verkauft.

 


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