Logo - QS. Ihr Prüfsystem für Lebensmittel

In sieben Schritten zum „Grillmeister“ – Teil 2

10.05.2021 | Verbraucher

Während sich Teil 1 unseres Grillmeister-Artikels noch ganz dem Thema Fleisch widmete, erklären wir hier in Teil 2, wie man alle Arten von Grillgut erfolgreich indirekt grillt, leckeres Grillgemüse zaubert und köstliche Desserts aus heimischen und exotischen Obstsorten kreiert – viel Spaß.


indirekt grillen Shutterstock 1744314203

Deckel drauf, fertig: Indirektes Grillen

Für indirektes Grillen braucht man nicht viel Zubehör, aber ein Grill mit Deckel ist unabdingbar. Und hierbei spielt es keine Rolle, ob man einen Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill verwendet. Ist der Deckel geschlossen steigt die Hitze nach oben, zirkuliert um das Grillgut und wird vom Deckel reflektiert – das ist die ganz Magie und das Grillgut gart sanft und gleichmäßig. Es liegt übrigens nicht direkt über der Glut – die Kohlen werden seitlich im Grill verteilt.

 

Besonders eignen sich größere Fleischstücke wie Braten oder ganze Hähnchen für das indirekte Grillen. Aber natürlich werden auch alle anderen Fleischsorten, Gemüse und Obst mit dieser Garmethode saftig und lecker. Im Garraum liegen die Temperaturen zwischen 1o0°C und 200°C, je nach Grillgut. Öffnet man häufig den Deckel, entweicht die Hitze und die Garzeiten verlängern sich.

 

Grillmeistertipp: Eine mit Wasser gefüllte Tropfschale unter der Mitte des Holzkohlerostes ermöglicht rauchfreies Grillen. Das Wasser bindet das heruntertropfende Fett des Fleisches und verhindert Qualmbildung.

 


Garraumtemperatur
Steak (nach dem Angrillen) 100 – 150 °C
Schweinekotelett (nach dem Angrillen) 100 – 150 °C
Spare Ribs 110 – 130 °C
Hähnchenbrust 100 – 150 °C
Hähnchenschenkel 160 – 200 °C
Hähnchen (ganz) 140 – 180 °C
Gemüse 100 – 140 °C
Obst 100 – 140 °C
Avocado Shutterstock 1680205804

Mehr als nur eine Beilage: Gemüse

Ohne Gemüse ist das Grill-Buffet einfach nicht komplett. Dabei spielt es keine Rolle, ob es das Fleisch ersetzt oder als kulinarischer Partner ergänzt – allein schon die riesige Auswahl überzeugt jeden Grill-Fan. Aubergine, Avocado, Blumenkohl und Brokkoli, Champignons, Kartoffeln, Maiskolben, Paprika in allen Farben, Spargel, Süßkartoffeln, Tomaten, Zucchini, Zwiebeln – und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Grillgemüse-Alphabet.

 

Die meisten Gemüsesorten grillt man am besten in einer Grillschale aus Edelstahl auf dem Grillrost. Feste Gemüsesorten wie Möhren, Süßkartoffeln, Kohlrabi oder Kürbis sollte man in Stücken vorkochen, damit die über der direkten Hitze des Grills gar werden, ohne zu verbrennen. Oder man lässt das Gemüse beim indirekten Grillen garen. Übrigens: ob vorgekocht oder nicht – am leckersten wird Grillgemüse, wenn man es vorher mit Öl oder einer anderen Marinade bestreicht.

 


Gemüsegrill Shutterstock 338674817

Grillmeistertipp: Schon mal Avocado gegrillt? Die Frucht wird halbiert und vom Kern befreit, auf die Schnittfläche kommt etwas Limettensaft, salzen und leicht pfeffern. Nach ca. 5 Minuten auf dem heißen Grill ist daraus ein cremig-exotischer Hochgenuss geworden.

 


Obst grillen Shutterstock 455573521

Die süße Überraschung vom Grill: Obst

Wer schon mal eine Grillparty erlebt hat, bei der es gegrilltes Obst gab, versteht: Ohne dieses süße Dessert fehlt der krönende Abschluss. Der Klassiker sind Fruchtspieße, für die man 3-4 cm große Würfel verschiedener Früchte zusammenstellt. Das Obst vorher vorsichtig waschen und trocken tupfen. Festere Sorten eignen sich besser, da die Früchte nicht so schnell weich werden. In einer Edelstahlgrillschale – übrigens: am besten leicht eingefetteten – ist das Obst vor direkter Hitz geschützt und verzeiht kleine Zeitüberschreitungen. Wickelt man die Früchte in Pckchen aus Backpapier, sind sie nach etwa 10 Minuten gar. In der Grillschale oder dem Grillkörbchen braucht das Obst etwa 5 Minuten von jeder Seite. Am besten, man behält das zarte Grillgut im Blick oder platziert am Rand des Grills, um der vollen Hitze zu entgehen.

 

Außer Äpfeln, Birnen oder Bananen lohnt es sich, Exoten wie Mango, Papaya oder Ananas auszuprobieren, letztere auch gerne als Scheiben, direkt auf dem Rost. Ebenfalls lecker in der Kombination mit der feinen Rauchnote sind Melonen, Aprikosen, Nektarinen und Erdbeeren.

 

Grillmeistertipp: Wie bei Fleisch und Gemüse, lässt sich auch Obst mit einer Marinade zum Beispiel aus Honig und Ahornsirup oder braunem Zucker noch verfeinern. Experimentierfreudige Grill-Fans sollten Basilikum oder Minze ausprobieren, die schmecken großartig zu Grillobst.


Wer übrigens als Grill-Fan mehr für Fleisch übrig hat, für den bietet der Teil 1 dieses Grillmeister-Artikels nahezu alles, was das Herz begeht. Ganz einfach hier klicken. Viel Spaß.


zurück nach oben