Die Digitalisierung und ihr fester Platz in der Landwirtschaft

18.09.2020 | Verbraucher

Die digitale Revolution findet keineswegs nur in Büros, bei Videokonferenzen oder im Rahmen vernetzter Logistik statt. Schon heute nutzen acht von zehn landwirtschaftlichen Betrieben digitale Technologien und Anwendungen. Das belegt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom, des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und der landwirtschaftlichen Rentenbank (LR). Die Landwirte in Deutschland setzen große Erwartungen in die Digitalisierung. Und so bedeutet der Einsatz von Sensoren, Drohnen oder Robotern nicht nur eine Arbeitserleichterung für die Landwirte. Die Digitalisierung hilft den Landwirten dabei, ihre Ziele zu erreichen: den nachhaltigen und umweltverträglichen Umgang mit Ressourcen wie Wasser und Boden und die Verbesserung der Gesundheit ihrer Tiere.


Bewässerungskarten und Klimaanlagen

Digitale Technik unterstützt Erzeuger dabei, Dünger oder Pflanzenschutzmittel zielgenau aufs Feld zu bringen und ermöglicht mit der Hilfe von Wetter- und Satellitendaten die Erstellung von präzisen Bewässerungskarten. Modernste Digitaltechnik ist es auch, die das Klima im Gewächshaus an die Bedürfnisse dort angebauter Tomaten anpasst. Wie bei Carsten Knodt: Nur gut gereifte Tomaten können ihren vollen Geschmack entfalten, erläutert der Gemüseerzeuger und gelernte Gärtner. Die Erntehelfer pflücken die Tomaten darum erst, wenn sie ihre optimale Reife erreicht haben – übrigens in Handarbeit. Eine moderne Sortier- und Packanlage unterstützt die schweren Hebetätigkeiten maschinell oder durch Roboter. Weitere interessante Infos zu QS-Qualitätsbotschafter Carsten Knodt und seiner Arbeit finden sie hier.


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Bei Tierhaltern wiederum kommen häufig robotergestützte Systeme zu Einsatz, welche die Ställe automatisiert reinigen oder die Fütterung individualisiert auf die Tiere einstellen.

Während das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Digitalisierung in der Land- und Ernährungswirtschaft mit Fördermaßnahmen und Programmen wie Smarte LandRegionen und Digitale Experimentierfelder für eine ressourcenschonendere landwirtschaftliche Arbeit unterstützt, fördert auch der QS-Wissenschaftsfonds gezielt Digitalisierungs-Projekte in der Landwirtschaft.


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Digitale Risikoeinschätzung

So hat QS beispielsweise mit Fördermitteln aus dem QS-Wissenschaftsfonds in Zusammenarbeit mit der Universität Vechta die Online-Plattform ASP-Risiko-Ampel vorangetrieben. Gerade jetzt leistet diese bei der aktuellen ASP-Gefahr große Dienste für die Landwirte bei der betriebsindividuellen Risikoeinschätzung für einen Eintrag der Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP).


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Autonomes Fahren? Auf dem Acker längst Realität

Während über das autonome Fahren auf der Straße noch spekuliert wird, ist es auf dem Acker längst Realität: Die eingesetzten Navigationssysteme können nicht nur zielgenau Kurven fahren, sondern berechnen auch die Neigung von Hängen mit in ihre Fahrplanung ein. Vollautomatisierte Erntetechnik und vernetzte Traktoren sind tagtäglich im Einsatz. Nicht zuletzt bei QS-Systempartnern, wie Kartoffelerzeuger Georg-Wilhelm Timm. Rund 6.000 Tonnen Kartoffeln erntet er pro Jahr und das mit mordernster Technik. Aber für ihn steht Qualität an erster Stelle, nicht etwa die durch Technik erzielte Me


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