Geflügelfleisch – gesund und lecker

21.06.2021 | Verbraucher

Obwohl 2020 der Fleischkonsum insgesamt in Deutschland auf ein Rekordtief seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1989 fiel, ist der Pro-Kopf-Konsum von Geflügelfleisch in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Lag er 1991 noch bei 7,3 Kilogramm pro Person, ist er inzwischen laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bei 22,3 Kilogramm Geflügel pro Kopf angekommen. Dafür gibt es viele gute Gründe.

 

Für die Verbraucher ganz entscheidend: Verfügbarkeit und gesicherte Qualität von Geflügelfleisch sind in den vergangenen Jahren stabil geblieben oder sogar gestiegen. Allein der QS-Verbund zählt 4.815 Geflügel-haltende Betriebe im In- und Ausland. Das blaue QS-Prüfzeichen zeigt dem Verbraucher verlässlich, dass die strengen Vorschriften des QS-Verbundes für Aufzucht, Transport und Schlachtung der Tiere eingehalten wurden.


Geflügel
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Grilltipps Geflügel

Gesundheit kann so gut schmecken

Geflügelfleisch ist gesund, wertvoll für den Körper – und schmeckt. Das gilt vor allem für Hühner- und Putenfleisch, die beide besonders fettarm, dafür aber reich an Eiweiß und Nährstoffen und damit als Fitness-Nahrung beliebt sind.

Geflügel passt ausgesprochen gut zu unseren teils bewussteren, teils temporeichen Lebensgewohnheiten, denn es lässt sich rasch und einfach zubereiten und in vielen Gerichten verarbeiten. Das im Geflügel enthaltene Eiweiß hat eine hohe biologische Wertigkeit: Es kann vom Körper optimal aufgenommen und in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden.


19 11 11 Revision Leitfaden Antibiotikamonitoring Mastgeflügel

Vertrauen ist gut, Kontrolle macht’s sicher

Das Vorurteil, in Hähnchen- und Putenfleisch aus konventioneller Tierhaltung seien oft beträchtliche Rückstände von Antibiotika zu finden, trifft auf die insgesamt 4.815 Geflügel-haltenden Betriebe im QS-System definitiv nicht zu. Sämtliche Geflügelhalter im QS-System, die Masthühner, Puten oder Pekingenten halten, müssen am so genannten Antibiotikamonitoring teilnehmen. Hierbei wird der Antibiotikaeinsatz in der Geflügelhaltung überwacht, um dem Risiko einer Resistenzentwicklung entgegenzuwirken. Nur Tierärzte dürfen kranken Tieren Antibiotika verschreiben, und jeder Tierarzt im QS-System trägt die detaillierten Informationen hierüber in die QS-Antibiotika-Datenbank ein. Durch deren quartalsweise Auswertung können Tierhalter und Tierärzte den Antibiotikaverbrauch bewerten und bei Bedarf reagieren.


Salmonellen
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Ein weiteres Thema, das oft im Zusammenhang mit Geflügel genannt wird, sind Salmonellen. Um hier umfassend vorzubeugen, besteht für alle in- und ausländischen Geflügel-haltenden Betriebe im QS-System die Pflicht, am Salmonellen-Monitoring teilzunehmen. Die Geflügelhalter müssen regelmäßig Proben entnehmen, die von QS-zertifizierten Laboren untersucht werden. Die Ergebnisse gehen zurück an die Geflügelhalter und sind die Grundlage für Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung im Betrieb und zur Prävention gegen Salmonellen.



Gefluegel Roh Qs

Hygiene ist entscheidend

Trotz sorgfältigster Kontrollen kann Geflügelfleisch dennoch mit Salmonellen oder Campylobacter-Bakterien belastet sein. Darum sollte die Kühlkette zwischen Einkauf und Zubereitung nicht unterbrochen werden. Das Fleisch muss immer gut durchgegart werden, wobei die Kerntemperatur beim Garen zwei Minuten lang mindestens 70° C betragen sollte.

Weitere Hygiene-Tipps für die Zubereitung von Geflügelfleisch finden Sie im Video.


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