Nicht nur zur Weihnachtszeit: Wissen, wo es herkommt

17.12.2020 | Verbraucher

Nicht nur zur Weihnachtszeit: Wissen, wo es herkommt

QS testet Rückverfolgbarkeit

Weihnachten ohne einen festlichen Braten ist für viele Deutsche unvorstellbar. Weil aber das Bewusstsein für frische sichere Lebensmittel immer größer wird, kommt der Transparenz eine immer stärkere Bedeutung zu: Wo genau kommt das Fleisch auf dem Teller her? Wie wurden Rind, Schwein oder Geflügel gehalten und welches Futter wurde gefüttert? Genau das hat die QS Qualität und Sicherheit GmbH in einem aufwändigen Test überprüft. Denn der Anspruch ist klar: Für jedes Stück Fleisch mit dem blauen Prüfzeichen muss sich der Weg von der Ladentheke zurückverfolgen lassen. Denn nur wenn die verschiedenen Herstellungsschritte eines Produkts und seiner Vorprodukte zügig zurückverfolgt werden, ist gewährleistet, dass bei Problemen schnell und angemessen reagiert werden kann.

 

Ein Rinderbraten kommt laut einer Umfrage von YouGov, einem britischen, international tätigen Markt- und Meinungsforschungsinstitut, bei den meisten Deutschen an Weihnachten auf den Teller (36%) – gefolgt von Ente (31%), Gans (29%) und Schweinefleisch (28%). Und auch zum Jahreswechsel steht Fleisch hoch im Kurs: Fondue ist als Silvester-Tradition seit Jahrzehnten etabliert. Zu allen Jahreszeiten aber gilt: Fleisch, das nach höchsten Qualitätsstandards produziert und mit dem blauen QS-Prüfzeichen versehen ist, muss sich rückverfolgen lassen. Der Weg muss vom Kühlregal bis zum Erzeuger und sogar bis zum Futtermittelhersteller nachvollziehbar sein.


Qs Live Teaser Rindergulasch 740x469 Aktualisiert

 

Stammbaum mit Verzweigungen bis nach Brasilien

Um die Rückverfolgbarkeit zu testen, führte QS im Sommer 2020 einen aufwändigen Realitäts-Check am Beispiel Rindergulasch durch. Dabei sieht das Produktions- und Vermarktungsnetzwerk gezeichnet wie ein weitverzweigter Stammbaum aus. So ließen sich im Test für eine Packung Gulasch aus dem Supermarkt vier verschiedene Lieferbetriebe identifizieren. Und schon auf der zweiten Ebene, bei den Schlachthöfen, weitete sich die Verzweigung erneut. Die Spurensuche setzte sich bei den tierhaltenden Betrieben fort. Diese bezogen ihr Tierfutter von insgesamt zehn verschiedenen Futterproduzenten.

Für die weitere Rückverfolgung wurden vier Futtermittellieferanten ausgewählt. Insgesamt stammen die 22 Zutaten für eine einzige Sorte Bullenmastfutter von 12 verschiedenen Betrieben. Die Zuckerrohrmelasse für die Produktion dieses Futters ließ sich bis auf eine Plantage nach Brasilien zurückverfolgen.


Rueckverfolgbarkeit Lebensmittel Kette Qs 850x400

 

Elektronische Übermittlung für noch schnellere Rückverfolgung

Seit 10 Jahren sind Systempartner im QS-Prüfsystem verpflichtet, Informationen zur Rückverfolgbarkeit auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Um noch schneller zu reagieren, werden die Daten künftig elektronisch übermittelt – innerhalb von maximal 24 Stunden. Der aktuelle Rückverfolgungs-Check hat gezeigt, dass die Abläufe gelernt sind und von allen an der Rückverfolgung Beteiligten verinnerlicht wurden – trotz der enormen Dimensionen und Verzweigung der Warenströme. Was vor allem den Verbrauchern ein gutes Gefühl gibt: Auf die Rückverfolgbarkeit im QS-System ist Verlass.



zurück nach oben